Mittwoch, 24. Februar 2016

Garten, Februar 2016




Am Sonntag schnitt ich ab. ca. 11.00 Uhr viel Efeu weg, legte etwas Birkenrinde auf die im letzten Jahr gestartete Rindenmulchschicht. Die Bartnelken, die ich im letzten Jahr anzog, werden, so hoffe ich, in diesem Jahr die erste Blüte tragen (links unten). Die kleinen Sträucher wurden geschnitten (mittig zu sehen), habe leider den Namen vergessen. Falls ihn jemand kennt, wäre ich für eine Info dankbar. Rechts, oben auf dem Foto ist ein Betonobjekt, das ich mit Silberfarbe anstrich jetzt als neues Dekoobjekt eingebunden.


Das alte abgebrochene Rohr, werde ich in Kürze noch reinigen, dann bepflanzen. 


Die Farbe von einer Betonkugel blättert jetzt kräftig ab, auch diese zu neuem Glanz zu bringen, steht nun auf dem Plan.



Tja, der Topf des Diabolo-Strauchs ist nach mehr als 10 Jahren gerissen, um das Wurzelwerk nicht vollends offen zu lassen, deckte ich die Wurzeln jetzt mal einfach mit Steinen ab.



Segge.



Permakultur

Seit vielen Jahren und vielen gescheiterten Versuchen in den ersten Jahren, seit wir hier wohnen, hier etwas zu kultivieren, beobachte ich die Eigenentwicklung des Schattenparadieses oder besser  Schneckenparadieses. Viele Pflanzen schaffen es hier leider nicht. Die Böden sind tonhaltig, viel zu viele große Bäume entziehen dem Boden Wasser und Licht, bei Regenfall wird es schlammig. Gute Konzepte werden durch äußere und mehrfach als unerwünscht kommunizierte Eingriffe dennoch immer und immer wieder tangiert oder zerstört. Was anwächst, ist dann schließlich noch den Schnecken ausgeliefert, die in Massen aus dem Wald gnadenlos abfressen, was ihnen in die Quere kommt. In beiden Nachbargärten wird gegen sie nichts unternommen, dort wird allerdings auch nichts an Nutzpflanzen kultiviert, was anlocken könnte.

Der Igel, der hier lebte, er hätte ja wenigstens ein paar der Schnecken fressen können, zeigte sich nach einem radikalen Efeuwegschnitt, der nicht von mir vollzogen wurde, überhaupt nicht mehr. Weinbergschnecken, alle weg! Steinhaufen, in denen Echsen lebten, wurden einfach in den Wald geworfen oder immer wieder anders verbaut als wir sie schichteten. Einmal legte ich ein Farnbeet an, sämtliche Farne waren plattgetreten, sie hätten die Schnecken auch zurückhalten können. Der Totholzwall war plötzlich verschwunden. Komposthaufen verschwinden komplett.

Ich sehe nun nur noch eine Lösung, das Gleichgewicht in diesem Garten kann nur hergestellt werden, wenn das gezielt kultiviert wird, was hier ohne großes Zutun überlebt. Dennoch möchte ich gerade im neuentstandenen Sonnenbereich (Halbschatten immerhin) nicht aufgeben, etwas wachsen zu sehen, das wir essen können. Dazu werde ich mich gezielt in Methoden der Permakultur einarbeiten, um die Hochbeete dementsprechend zu betreiben. Hierzu wird es in diesem Jahr also Veränderungen geben "müssen".

1. Schneckenextremanziehende Pflanzen, die ich nicht so mag, werde ich beseitigen. Ich will keine zerfressenen Funkien mehr sehen, die es ohne meinen extremen Schutz nie zur Blüte schaffen würden. Tagetes kommt nur noch vors Haus, dort ist es relativ trocken. Sie werde ich so aufbauen, dass sie die Schnecken, die von der Straße herkommen umlenken und verwirren. :-D

2. Ich werde versuchen, die Aussaaten als Direktsaaten zu verstärken. In den Vorjahren hat es kaum ein Samenkorn geschafft zu keimen. Mit dem Trick, die Anzuchterde oben auf die Beete zu legen, konnte das hier verbessert werden.

3. Die Böden werde ich weiterhin aufbauen und das einarbeiten, was mir als gut und sinnvoll erscheint.

4. Die Mulchschichten werde ich ebenfalls weiterhin aufbauen und gezielter an den Pflanzen ausrichten.

5. Mischkulturen möchte ich gezielter einplanen, auch Gründüngung.

6.  Ich werde zunächst mehr darauf achten, ob die Pflanzen sauren oder kalkhaltigen Boden mögen, somit versuchen, den sauren Anteil zu verringern.

7. Pflanzen, die keinen Nutzen erbringen, möchte ich zudem reduzieren, um Essbares mehr einzubinden.

Weitere Schritte und genauere Beschreibungen folgen ...




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