Dienstag, 23. August 2016

Spanische Wegschnecken sind einheimisch

Spanische Wegschnecken sind keine spanischen Wegschnecken, sie sind einheimisch?!

Wer hätte das gedacht?

Arion vulgaris und Arion lusitanicus sind ehemals verwechselt worden, doch nun stellte sich heraus, publiziert von Pfenninger, dass so viele Unterarten zu differenzieren sind, die jede für sich eine eigene Art darstellt und demgemäß einen eigenen Namen tragen müßte.

Und nun?

Nun ist es vollends "verboten", Wegschnecken zu töten, denn Arion rufus, die ein Laie von Arion vulgaris nicht unterscheiden kann, lediglich ggf. im Jugntieralter, keinesfalls an den Eiern, ist inzwischen nur noch so selten anzutreffen, dass die Bedrohung ihrer Art bei Tierschützern Aufmerksamkeit erregt.

Nachdem ich wohl vermutlich unterschiedliche Arten von Arionschleimern eingehend beobachten konnte, stelle ich fest:

Meine Wegschnecken sind irgendwie anders als die, die in der "Literatur" für die breite Masse beschrieben werden und wurden.



1. Meine Wegschnecken sind zwar extrem gefräßig, jedoch bevorzugen sie Mulch und Aas, Pflanzen lassen sie vollends in Ruhe, wenn sie genug Futter bekommen. Sie bevorzugen eine Mulchung mit Löwenzahn, die sie wohl so betören muss, dass sie gerne weitere Strecken in Kauf nehmen, um ihn zu erreichen. Daran sitzen sie dann schön brav und verarbeiten die Blätter zu wertvollen Humusanteilen, die sie wohl hoffentlich über ihren Kot hinterlassen.

2. Sie leben in freundlicher Gemeinschaft mit anderen Schnecken und greifen nur sehr selten welche an.

3. Sie werden massiv von anderen Schnecken (Schnegeln) angegriffen, Weinbergschnecken sah ich bisher nicht im Kampf mit ihnen. Bisher sah ich keine Wegschnecke, die im Garten herumlag, die ggf. von Tigerschnegeln getöten wurde, dann verspeist. Nach so vielen Nächten der Beobachtung von Schnecken finde ich bemerkenswert, dass nur eine Wegschnecke mit offenem Rücken zu sehen war. Deren austretende inneren "Säfte" schienen jedoch trocken und glichen einem Pickel. Woher sie diese Verletzung hatte, ist fraglich.







Sonntag, 26. Juni 2016

Weinbergschneckenumsiedelei - Ein neuer Trend?






Hm, seit sich in Permakulturkreisen herumspricht, dass Weinbergschnecken die unliebsamen und zur Plage gewordenen spanischen Wegschnecken und einheimischen Wegschnecken vertreiben können, scheint ein Trend zur Schneckenumsiedelei zu entstehen. Natürlich werden diese nicht den Wäldern entnommen, sie landen als "heiße Ware" unter Freunden dann eben beim nächsten Hobbygärtner.

Dazu bewegen mich gerade diese Gedanken:

1. Eine oder mehrere Weinbergschnecken verlieren dadurch ihren bisherigen Lebensraum. Menschen, die sich in Not sehen, in ihnen eine Chance sehen, die Plagegeister loszuwerden, mag das nur wenig interessieren.

2. Sie erleiden schon allein durch Anfassen und den Transport, dies ja zumeist am helligten Tag, vermutlich einen Angstschock.



3. Wenn ein Garten bisher keine Weinbergschnecken zeigte, ist das ein
                                    
 ... natürlicher Hinweis ...

darauf, dass dieser Garten genau diese Schneckenart nicht halten konnte. Weinbergschnecken vertragen z. B. saure Böden gar nicht, da sie regelmäßig Kalk aufnehmen müssen, um ihre Häuser zu bauen oder stabil zu halten. 

4. Gerne wird vergessen, dass nicht nur die Weinbergschnecken die Gelege der Wegschnecken fressen sollen, sondern, dass auch die Wegschnecken die Gelege der Weinbergschnecken fressen können. Kommen also 6 Weinbergschnecken in einen Garten mit einer ausgereiften Wegschneckenplage, wird ihr Überleben dort zu einem Experiment mit wagem Ausgang.


5. Weinbergschnecken haben mehr natürliche Feinde als z. B. spanische Wegschnecken, die vielen potentiellen Fraßfeinden zu bitter schmecken.

6. Weinbergschnecken befreien einen Schadschneckengeplagten auch nicht komplett davon, weiterhin die Schneckenwacht im Garten zu behalten. Besonders für die ersten Jahre einer Zusiedelung von Weinbergschnecken fallen da weiterhin Tätigkeiten wie das Absammeln der Schadschnecken an. Weinbergschnecken sind kein Zaubermittel, das Bequemlichkeit schafft.


7. Ich bin der Meinung, dass jeder Garten bereits natürliche Feinde von Schadschnecken bereithält, diese zu fördern, anstatt andere heranzuschleppen, kann ja wohl genügen. 

8. Weinbergschnecken können zur Gegenplage werden, wenn die richtige Versorgung für sie nicht stattfindet. Mitnichten ist davon auszugehen, dass sie die Leckerlies im Garten unter fehlenden, grundsätzlichen Bedingungen nicht verspeisen.



Samstag, 26. März 2016

Schnecken: Beobachtungen, März 2016



So, ich kaufte mir ein Buch, das mir angeblich helfen könnte, die Schnecken in den Griff zu bekommen. Mehr dazu erwähne ich später.

Heute machte ich folgende Beobachtungen:

Die Schnirkelschnecken sind immer noch in der Einfahrt, etwas abgelegen von unserem hinteren Gartenteil, sie strebten in Richtung Straße und Richtung Garage.

Eine schaffte es ins hintere Beet bei mir an der Mauer. Hinten am Wald lagen zerbrochene Häuser, ich vermute, als Täter eher die Vögel als einen Igel. Andererseits sind die Vögel ja nachts nicht so sehr unterwegs, wenn die Schnirkelschnecken sich zeigen. Vielleicht doch ein Igel? Das wäre supi!

Weitere viele Schnirkelschnecken fand ich am Haus, dort ist ein längeres Beet, das ich betreibe.

Viele der "Schließmundschnecken" fand ich in den Beeten, jedoch nur auf braunen Teilen von Pflanzen. Als ich eine anleuchtete, ließ sie sich schnell fallen. Clever.

Die Akeleien waren gut von Nacktschnecken besetzt, leider. Verschiedene Arten.

Um den Jauchetopf herum fand ich ganz besonders viele Schnecken. Der Plastikboden von einem alten Planschbecken barg oben und unten besonders viele Schnecken. Er liegt bei der Jauche, obenauf tummelten die Schnecken sich im flachen Wasser???

Im Waldmeister fand ich viele Nacktschnecken.

Eine fand ich am Wald, viele am Komposthaufen.

Dann sah ich mir das Lungenkraut am Wald nochmal genauer an, da es ja kaum einen Schneckenbefall hatte bisher. Es ist umgeben von Nadeln einer Fichte. Habe dann den gesamten Bereich abgesucht, der von Fichtennadeln bedeckt war, KEINE EINZIGE SCHNECKE gefunden. 
Da kann gerne noch mehr Lungenkraut wachsen in Zukunft!

Keine Schnecke im Sand gefunden.

Keine Schnecke beim Kaffee gefunden.

Je weiter ich zum Wald ging, desto weniger Schnecken fand ich.

Je näher ich zur fetten Zone kam, desto mehr Schnecken fand ich.

Vorne an einem Beet fand ich viele Schnecken bei toten Stämmen, auch an der Hauswand.

Sehr viele Schnecken waren am Rhododendron, der noch jung ist.

Die Tendenz ist eindeutig, was in dem Buch steht, scheint zu stimmen. Ich werde den gesamten Garten umstrukturieren müssen, wenn ich das Schneckenproblem dauerhaft in den Griff bekommen möchte.

Am Totholz ansonsten keine Schnecken, nur, wie oben erwähnt, am Haus an dicken alten Stämmen.



26.03. - 27.03.2016

Sturm ist vorhergesagt. Es ist sehr windig draußen. Das mag die Ausbeute an Schnecken heute verkleinert haben.

Die Böden sind eher trocken.

An den Nadeln saßen drei sehr weiche Babynacktschnecken, ggf. junge Schnegel.

Keine Schnecke war am Jauchefass, das wir heute mit Wasser anfüllten.

Die Ködertomate blieb unbeachtet, nur eine Kellerassel saß auf ihr.

Viele Schnecken waren am Beet am Haus, dort in den Bartnelken, auf den Holzstämmen, an den Akeleien. Habe da heute noch Grünabfallsmoothie ausgegeben. Scheint ja lecker zu riechen.

Keine Bänderschnecke.

Die spanischen Wegschnecken werden immer größer, krass, von Tag zu Tag ist das deutlich sichtbar.
Oh, sie kommen nicht aus Spanien? - Ein "wissenschaftlicher Irrtum? - In Spanien gibt es sie nicht?

Da sie nun wegen des Kaffees, wegen der Holzspäne, wegen der Nadeln nicht mehr an die Zitronenmelisse und Akeleien am Hochbeet kommen, fraßen sie munter am Stochenschnabel herum??? - Da sah ich sie vorher noch nie dran. Das Beet am Hochbeet scheint insgesamt ziemlich interessant zu sein. Was ist dort anders? Hier saßen einige auch wieder im Waldmeister.


02.04.2016: 122 Schnecken bei einem Rundgang gefunden. Besonders befallen: Traubenhyazinthe, Tulpen, Narzissen, Brennnesseln, sie schafften es unter eine Anzuchthaube (Krass!), Akelei. Keine unter einer neuen Mulchschicht, viele auf der Wiese, viele im Chaosbeet vorne, keine am Komposthaufen, eine am Bierköder, wenige am Matschköder, keine auf der Wiese der Nachbarn (?), keine an den Hochbeeten und Fässern, eine mitten im Kaffee, viele an so dickfleischigen Veilchen, viele in den Bartnelken. 





Freitag, 25. März 2016

Schnecken: März 2016


Hinten im Garten und im Wald finde ich viele von diesen Schnecken. Sie scheinen keine große Gefahr darzustellen, werden auch nicht besonders groß, an Pflanzen habe ich sie bisher nie gesehen.

Habe inzwischen einen Hinweis bekommen, dass es Schließmundschnecken sein könnten. Dann können sie gerne bleiben. 

Ernte: Lungenkrautblüten, März 2016





Tja, bin überrascht: Einige vom Lungenkraut sehen noch ziemlich gesund aus. Es bleibt mir ein Rätsel, wieso die Schnecken eines abfressen, das Nebenwachsende dann wiederum nicht. Eines wächst inzwischen hinter dem Hochbeet im dunklen Schatten sehr gut, auch das im Hochbeet wächst super, ist gesund, zeigt keinen Mehltau.

Übrigens ernte ich immer nur ein paar Blüten, sodass noch welche stehenbleiben,
damit Bienen und Hummeln noch dran naschen können.
Drei Hummeln und eine Biene konnte ich schon sehen.

Heute konnte ich erneut ernten,
habe die Blüten in Gelee verwendet und werde sie an meinen Sohn 
zu Ostern verschenken.

Ein Paar Pflanzen konnte ich in letzter Woche verschenken. Abgegeben habe ich eine Topinambur, die schon vorgekeimt war im Indoorgarten, mehrere kleine fette Hennen, 
eine Akelei, ca. 10 Erdbeerpflanzen und ganz viele Storch(en)schnabelableger.  

Bekommen habe ich Eimer, ein Kühlschrankgitter, das ich zum Kompostsieben gebrauchen kann,
gesammelte Kaffeereste.

Die Kaffeereste gab ich um den sehr von Schnecken abgefressenen Islandmohn, 
er trieb nun schön nach, hoffentlich schafft er es zur Blüte.

Einen der Eimer verwendete ich, um Anzuchten vom Indoorgarten hineinzustellen, sie mit einem Glasdeckel abzudecken (Abhärtung).

Wir setzten noch gemeinsam ein paar Schneeglöckchen in die hintere Wiese, bin gespannt, ob sie im nächsten Jahr erneut dort erscheinen. Auch die Schneeglöckchen aus dem Hochbeet werden wir verteilen.

Waldmeister treibt schon gut ins neue Blatt, er konnte sich an einigen Stellen gut ausbreiten. Bald wird der Garten durch ihn in feinem Weiß erhellen.

Zwei Ostersträucher sind geschmückt.

Kompost geht mir aus. Brennnesseljauche kann am Sonntag erstmalig in diesem Jahr verteilt werden, danach setze ich gleich neue Jauche an. Habe einige neue Stellen mit Brennnesseln entdeckt.



Mittwoch, 23. März 2016

Mischkultur: Schnittlauch und ???, Schneckenabwehr

In diesem Teil eines sehr langen Beetes, das im Halbschatten liegt, befand sich einst eine riesige Funkie, die fast nie zur Blüte kam, weil die Schnecken ihr keinerlei Chance gaben. 

Die Schnecken-Funkie entfernt zu haben, erleichtert mich ziemlich. Im Herbst grub ich den Boden um, der all die Jahre nicht umgegraben werden konnte. Dabei arbeitete ich Sand, Kompost, Kalk, Bodenverbesserer, Gesteinsmehl, Perlite ein, um erste Schritte zur Bodenverbesserung zu unternehmen. Noch immer ist die Erde schwer und klebrig, der Tonanteil lässt sich nicht so einfach verdrängen.

Da in den Vorjahren die Schnittlauchaussaaten zu keinen nennenswerten Ergebnissen führten, stieg ich dazu um, Supermarkt-Bio-Schnittlauch einzupflanzen. Kein vorheriger Schnittlauch hat hier überlebt, sie überlebten immer nur ca. 2 Jahre lang. Gut, diesmal hoffe ich, dass es gelingt. Die Schnecken verdächtige ich als Täter, obwohl ich bisher davon ausging, dass sie Schnittlauch nicht so sehr mögen. 

Schnittlauch ist also jetzt neu gepflanzt, Saaten werde ich noch versuchen, wenn es wärmer ist.

In der Nacht nach der Auspflanzung wanderte ich die erste Schneckenkontrolle in diesem Jahr ab.
Tja, ich war schockiert. Ich fand, unfassbar, am Schnittlauch 11-13 Schnecken. Babyschnecken.

Ziemlich sicher bin ich, dass eine logische Erklärung dafür sein kann, dass die Schnecken, die Jungpflanzen und abgestorbene Pflanzenteile und kranke/ schwache Pflanzen mögen, hier etwas für sich Passendes gerochen haben.

Seit Tagen beobachte ich nun den Schnittlauch. Er sieht noch okay aus.
Heute gab ich ihm und dem ganzen Beetteil nochmal eine gute Portion Kalk, denn durch Lesen verschiedener Internetseiten zu Schnecken, fiel mir auf, dass immer mal Kalk erwähnt wurde, den ich bisher hier selten anwendete, da ich die sauren Böden akzeptieren wollte.

Saure Böden sind für Schnittlauch, wie ich nun auch weiß, nicht so toll.

Es gibt ein neues Gegenschneckenmittel, das auf Töpfe und Hochbeete gestrichen werden kann. Hierzu fand ich heraus, dass die Zusammensetzung wohl aus zum Teil Kalk besteht.
Zudem erhielt ich den Hinweis in einer FB-Gruppe, ich könne Kalkschotterbereiche anlegen gegen Schnecken. 

Plötzlich erinnerte ich mich, dass ich vor zwei Jahren ordentlich Kalk auf ein anderes Beet streute, das plötzlich viel weniger Schnecken aufwies als die Jahre vorher. Vielleicht war es ein Irrtum, davon auszugehen, dass der Farnkaltauszug und der Farn an sich Schnecken vertrieben haben könnte, womit ich das Beet begoss und vermulchte.

Da ich nun schon mal dabei war, Kalk im Beet zu lassen, streute ich nun zusätzlich am Hinteren Beet, angrenzend zum Wald, eine "fette" Portion Kalk. 

Ob Kalk also nun hier als Antischneckenmittel erfolgreich wirkt, ich werde berichten ...

Was dem Schnittlauch noch zuträgt, um in Mischkultur zu gehen, werde ich später entscheiden. 
Bisherige Samen sind nicht gekeimt.
Schade.

Zu kalt? 






Schneeglöckchen und Traubenhyazinthe, März 2016




Kriechender Günsel, März 2016

Kriechender Günsel

Leider habe ich noch zu wenig entdeckt, um zur Ernte zu kommen. Nur wenige Tage Sonne könnten das verändern. Wo bleibt die Sonne?

Eher selten findet sich kriechender Günsel in Beeten kultiviert, einen Versuch ist es wert.

Primeln: Blüten vor dem Haus

Mein Sohn wünschte sich diese Primeln, so kauften wir sie schon im Februar.
Gedüngt mit Kompost und Guano, in lockerer Erde, hell vor dem Haus, stehen sie in prachtvoller Blüte.

Bratkartoffeln mit grünem Rührei und Lungenkrautblüten

Diese Ernte ist in den Bratkartoffeln verwertet.



Brennnesselblättchen
Kapuzinerkresseblättchen (Indoor)
Zwiebelgrün (Indoor)
Zitronenmelisse
Giersch
Schnittlauch
Bärlauch
Blüten vom Lungenkraut
Blättchen vom Lungenkraut
Waldmeisterblättchen
Spitzwegerich
Salbeiblättchen
4 Eier
1,5 kg Kartoffeln (Bio)
Pfeffer und Salz

Rezept: Blüten-Kräuter-Brötchen


Blüten-Kräuter-Brötchen


Zutaten:

1 Bio-Brötchen
Bio-Butter
1/2 Hand voll Lungenkrautblüten
1/2 Hand voll Bio-Schnittlauch
1/2 Hand voll Bärlauch
2-3 junge Brennnesselblättchen (auf jeden Fall zerkleinert)
2-3 Blättchen Bio-Rosmarin
4-5 Blättchen von frischem Bio-Thymian
Kräutersalz zum Würzen


Zubereitung:

Das Brötchen in zwei Hälften schneiden, mit Butter bestreichen,
die Kräuter etwas zerkleinern und auf die untere Hälfte des Brötchens streuen,
mit den Blüten garnieren.
Mit Salz würzen.




Donnerstag, 17. März 2016

Aussaat: Feldsalat

Vor zwei Jahren säte ich Feldsalat in diesen Eimer. Wenn einige Salate bis zur Samenbildung stehen bleiben, entstehen hier und weit rings um den Eimer herum Selbstaussaaten. Das ist schon mal ein guter Hinweis auf den passenden Standort. Im letzten Jahr verpasste ich die Samenabnahme, kaufte kürzlich also Bio-Feldsalat-Samen hinzu und heute säte ich diesen einfach mal in die Lücke im Eimer.

Von den Schnecken bleibt er seltsamer Weise an dieser Stelle auch verschont. Etwas weiter linksseitig gelegen hatte ich Feldsalat, der inzwischen vollends verschwand.

Er soll nicht mehr in Monokultur bleiben, daher versuche ich später mal, nicht zu viele Radieschen hinzuzusäen. 




Rezept: Lungenkraut-Tee

Heute trinke ich meinen ersten Tee aus Lungenkraut. Habe es ja schon erwähnt, viel Lungenkraut haben die Schnecken nicht übrig gelassen, es bleibt eine kleine Ernte.

Das Kraut ist nun eine Woche lang getrocknet.

Ca. 10 kleine Blätter Lungenkraut (so um die 4 cm lang) zerkleinern, in ein Teesieb geben, mit kochendem Wasser in einer großen Tasse zu 2/3 Höhe aufgießen. Süßen mit drei Teelöffeln Honig, das letzte Drittel mit Milch auffüllen.

Er schmeckt mir sehr gut, eine Würze, die ich als irgendwie "blumig" beschreiben würde.

Wasserstecklinge: Buschmalven







Eine Überraschung stellen derzeit die Rückschnittäste der Buschmalven für mich dar. Diese stellte ich einfach in einen Blumenübertopf mit Wasser. Zunächst trieben die Blätter zügig und hübsch anzusehen aus. Gestern schaute ich tief in den Übertopf und sah eine üppige Wurzelentwicklung. Insgesamt zogen sie ziemlich viel Wasser, so direkt über der Heizung.

Zwei von den Ästen pflanzte ich nun in einen Topf mit Erde, über die ich vorher heißes Wasser gab.
Da ich nicht wirklich davon ausging, dass die Äste so einfach bewurzeln könnten, ergibt sich nun die Frage, ob der Garten für sie noch Platz hergeben kann. 

Nachtrag, 25.03..2016:

Die Buschmalven haben das Einpflanzen gut verkraftet, sie wanderten vor zwei Tagen schon in den Garten, wo sie zunächst noch im Topf stehen, haben inzwischen ihren ersten Regen erlebt.

Montag, 14. März 2016

Kaltauszug: Efeu gegen Schnecken?


Meinen bisherigen Wunschtraum, die Schnecken seien hier eines Tages in den Griff zu kriegen, gebe ich nicht auf. 

Am Sonntag setzte ich daher einen Kaltauszug von Efeublättern an. Diesen werde ich zunächst auf das hintere Beet, direkt längs des Zaunes zum "Wald" liegend, gießen. Die Efeublätter gab ich in ein Fass, begoss sie mit Regenwasser, sodass sie gerade alle bedeckt waren.

Für Efeu entschied ich mich, weil die Brennesseln noch zu klein sind, um eine ausreichende Jauche zu ergeben, und weil ich bisher nur eine besonders dreiste Schnecke sah, die am Efeu nagte. Die Schnecken scheinen Efeu nicht so sehr zu mögen, jedenfalls die Spanierinnen nicht. An vielen Ecken lasse ich zudem das Efeu stehen, in der Hoffnung, die Schnecken würden vom Geruch abgeschreckt.




Heimlicher Dachgarten

Zwar scheint die Sonne, der Wind aber ist schneidend kalt. Dennoch, heute eröffnete ich den heimlichen Dachgarten, um die ersten Anzuchten an ungefiltertes UV-Licht zu gewöhnen und auch ein ein raueres Außenklima. Draußen standen z. B. Möhren, eine Sonnenblume, Akeleien, Knoblauchgras, Blattpetersielien, Phacelia, eine Ringelblume.

Wasserstecklinge: Löwenmäulchen


Tja, das war wohl nichts. 
Sollte ich das nochmal ausprobieren, dann nur, wenn die Spitzen nicht abgeschnitten sind.

Sonntag, 13. März 2016

Indoor-Garten: Wildtomaten, März 2016

Die Wildtomaten überragen schon sämtliche Pflanzen am Fenster zur Süd-Ost-Seite.
Lange können sie sich den Topf nicht mehr teilen. Eine von ihnen möchte ich sehr klein halten, damit sie im Indoor-Garten bleiben kann. Die anderen werde ich im Garten an verschiedene Stellen setzen.

Stockrosen, eigenes Saatgut, Schneckenschutz

Die Stockrosensamen ergaben nun einige Jungpflanzen, die ich vorhabe, an verschiedenen Stellen zu kultivieren. Die erste setzte ich nun in ein Rundbeet, das tagsüber nicht in voller Sonne steht, bin gespannt, ob die Stockrose dort überleben kann, auch zur Blüte kommt. Zum Schutz vor Schnecken, setzte ich ein Glas über sie. 


Schnecken:

Sie haben fast alles an Lungenkraut aufgefressen, was da war. 
Nur ein Kraut, das direkt am Wald sitzt (???) und ein Kraut, das im Hoochbeet sitzt, 
haben sie verschont. 

Für mich seltsam, in den Vorjahren schaffte es das Lungenkraut ganz gut, zu überleben. Wenn es sie anzieht, dann wird es weichen müssen.

Fast alle Tulpen sind abgefressen.
Einige Narzissen aber werden in Kürze blühen.

Tulpen brauche ich gar nicht mehr zu kaufen, es sei denn, sie wachsen vor dem Haus.

Beton im Garten: Blume


Die Gießform ist einer Kerze abgenommen, die obere Halbkugel wurde in eine Eiswürfelform gegossen.

Mittwoch, 9. März 2016

Ernte, Topinambur, März 2016

 Da ich in den nächsten Tagen die Topinambur an verschiedene Stellen im Garten setzen werde, um zu sehen, wie sie sich auch in schattigeren Zonen kultivieren lassen, grub ich ein paar Knollen aus. Die Hälfte davon werden wir essen, womit wir heute schon begonnen haben.



Topinambur-Apfel-Salat















Der Topinambur-Apfel-Salat kann serviert werden.



Hinweis:

Die Milchprodukte können durch Sojaprodukte ersetzt werden.
Topinambur und Äpfel können auch mit Schale verwendet werden.
Anstelle von Cranberries können auch Rosinen probiert werden.

Sonntag, 6. März 2016

Ernte, Indoor-Garten




Erneut konnten wir für ein Essen Leckereien aus dem Indoor-Garten ernten.
Das Grün von Knoblauch und Steckzwiebeln kann regelmäßig geerntet werden. Ich schneide dazu die Halme ab, die am längsten sind. Die Kapuzinerkresse am Küchenfenster gab noch ein paar Blätter her. Erstmalig schnitt ich ein Blättchen vom Neuseeländerspinat ab.

Das leckere Gründ gaben wir dann in Bratlinge.

Heute war Düngetag. 
Jeden Sonntag, so ist der Plan, dünge ich die Anzuchten mit wasserverdünntem Guano. Auch den relativ jungen Keimlingen hat dies bisher nicht geschadet. Die Folgetage zeigten, dann ein tolles Wachstum, was sich nach ca. 2-3 Tagen dann nicht mehr beobachten lässt. Sehr deutlich ist also, wann die Pflanzen in der Anzuchterde nur kaum noch Nahrung finden.

Stielmus aus den Papierröllchen musste ich heute retten, das werde ich so nicht mehr versuchen, auch die Klopapierrollen für die Tomatenpikierung werde ich kein zweites Mal benutzen.

Einige Tomaten stehen nun mit Stielmus in Mischkultur.


Freitag, 4. März 2016

Kapuzinerkresse-Mischkultur: erste Ernte, Indoor-Garten, März 2016


Soooo, es ist soweit. Da die Kapuzinerkresse nach Düngung mit Guano unter der Pflanzenlampe extrem gewachsen ist, können wir heute endlich eine kleine Ernte wagen. Sie steht mit Tomaten und Paprika in der Mischkultur.


Derzeit habe ich den Verdacht, dass sie etwas zu weit von der Pflanzenlampe entfernt war, daher sich in die Höhe reckte. Die Blätter aber sind schön groß.


Nach der Ernte sieht sie etwas gerupft aus.


Deutlich weniger sind die Stiele nun mit Gewicht belastet.

Die Ernte kommt heute in ein Nudelgericht mit dunkler Sauce und Pilzen.